Die Eucharistie - Einladung zur Mahl-Feier mit Gott

"Eucharistia" ist der ursprüngliche Name des Dankgebets, das bei der Einsetzung des Abendmahls gesprochen wird. Die Eucharistiefeier erinnert an das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu.

Anselm Grün, Benediktinerpater in der Abtei Münsterschwarzach und Autor vieler spiritueller Bücher, erklärt dies nochmal in einfachen Worten: 

Jesu Fleisch und Blut: Oft haben wir Menschen mit dieser Aussage Probleme. Dabei sagen wir selber oft "Das ist mir in Fleisch und Blut übergegangen". Dies bedeutet: Ich habe etwas so verinnerlicht, dass es fest in mir verankert und zum Teil meines Selbst geworden ist. "Fleisch und Blut sind Bilder für Jesu Hingabe am Kreuz und damit Ausdruck seiner Liebe bis zur Vollendung", erklärt Pater Anselm Grün. "Durch das Essen des Brotes und das Trinken aus dem Kelch gelangen wir in eine Gemeinschaft mit Jesus Christus, wie sie tiefer nicht gedacht werden kann: Wir bleiben in Jesus Christus, und er bleibt in uns.

In der Eucharistie dürfen wir erfahren, was wirkliches Leben ist - ein Leben, das unsere tiefste Sehnsucht erfüllt. Ewiges Leben ist nicht in erster Linie das Leben nach dem Tod, sondern eine neue Lebensqualität, die wir hier schon erfahren dürfen. Es ist ein neuer Geschmack am Leben, der Geschmack der Liebe, der unser Leben erst wirklich lebenswert macht."

Ein wichtiger Ritus bei der Eucharistie ist das Brechen des Brotes. "Indem wir in der Eucharistie unser Leben miteinander teilen, schaffen wir Raum für Gemeinschaft und Gastfreundschaft", erklärt Pater Anselm Grün. "Es entsteht Verbundenheit, Wärme und Fürsorge. Das Brot, das wir füreinander brechen, schenkt uns die Hoffnung, dass auch das Zerbrochene und Gebrochene in uns geheilt wird. Die Bruchstücke unseres Lebens werden neu zusammengesetzt. Das Brotbrechen ist zugleich Einladung, uns füreinander aufzubrechen, unseren Gefühlspanzer zu zerbrechen und unsere Herzen füreinander zu öffnen."

Für Fragen zur Eucharistie melden Sie sich gerne bei den jeweiligen Pfarrbüros oder gerne bei den Pastören selbst.

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